Die Region Bayerisch-Schwaben

Bayerisch- Schwaben, jener Teil des Herzogtums Schwaben also, der im frühen 19. Jahrhundert an Bayern fiel und den alten Namen bis heute trägt, gehört zweifelsfrei zu den malerischsten und abwechslungsreichsten Regionen Zentraleuropas: Zwischen Ries im Norden, bayerischem Voralpenland im Süden, Lech im Osten und Iller im Westen erstreckt sich ein ebenso vielseitiger wie facettenreicher Teil Deutschlands, der geprägt ist von schwäbischer und bayerischer Kultur, vom Allgäu ebenso wie von Franken, dessen kulturelles und landschaftliches Amalgam schlichtweg einzigartig ist. Ob kulturliebend oder naturverbunden, unternehmungslustig oder ruhesuchend, Bayerisch-Schwaben, das in seiner Gänze wunderbar von Günzburg und unserem Hotel Zettler aus erkundet werden kann, bietet für jeden Wundervolles.

Nördlingen im Norden

Im Norden der Region liegt die einstmals freie Reichsstadt Nördlingen, die sich mit ihren knapp 20.000 Einwohnern noch viel von ihrem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Charme erhalten hat: Jeder Besucher, der sich der Stadt nähert, kündigt sich dies bereits von Weitem durch den Blick auf die ab 1327 auf Befehl Ludwig des Bayern erbaute Stadtmauer an. Es ist die einzige Umfriedung Deutschlands, die in Gänze erhalten und in einem von fünf Toren, diversen Türmen und sogar einer Bastion unterbrochenen Wehrgang voll begehbar ist. Neben den vielen Bürgerhäusern und Kirchen ist es vor allem der urtümliche Marktplatz der Stadt mit seinem quirligen Treiben und seiner imposanten Renaissance-Bebauung, der beeindruckt. Aber nicht nur mit herrlicher Architektur, sondern auch einer vielfältigen Geschichte und Kultur wartet das kleine Nördlingen auf: Man kann sich ebenso auf die Spuren der Hexenverfolgung begeben wie auch diverse Museen, Theater und Festivals besuchen. Laufend aktuelle Informationen finden sich unter www.noerdlingen.de.

Aber auch jenseits der Stadtmauern hat dieser nördlichste Teil Bayerisch-Schwabens viel zu bieten – und zwar vor allem eine faszinierende Naturlandschaft. Um Nördlingen und etliche angrenzende Kleinstädte und Gemeinden erstreckt sich das Nördlinger Ries, das wiederum Teil des 1800 km2 großen Geoparks Ries (www.geopark-ries.de) ist, dessen Herzstück ein Krater bildet, der vor gut 14,5 Millionen Jahren durch einen gewaltigen Meteoriteneinschlag entstand. Zwischen dem 150 Meter hohen, steil aufragenden Kraterrand lässt sich das Ries wunderbar auf Rad- und Wanderwegen erkundigen, die von diversen Baudenkmälern gesäumt werden.

Augsburg und Umgebung

Im Westen der Region liegt die Universitäts- und Bezirksregierungsstadt Augsburg (www.augsburg-tourismus.de), deren Reichtum an Geschichte für Deutschland beinahe einmalig ist, liegen ihre Anfänge doch schon in römischer Zeit, als sie von Kaiser Augustus 15. v. Chr. unter dem Namen Augusta Vindelicorum  gegründet wurde.  Und natürlich hat die Geschichte auch im pittoresken Augsburg überall ihre Spuren hinterlassen: Tagesausflügler können in Augsburg antike Funde bewundern, den Menschen des Mittelalters in großartigen Sakralbauten wie dem Dom Unserer Lieben Frau oder der Basilika St. Ulrich und Afra sowie dem dazugehörigen Diözesanmuseum ganz nah sein, die volle Pracht der Stadt zu ihrer Blütezeit während Spätrenaissance und Frühbarock im wunderbar restaurierten und rekonstruierten Goldenen Saal des Augsburger Rathauses erleben, auf den Spuren des Malers Hans Holbein ebenso wie der Fugger wandeln.

Fuggerei

Natürlich ist Augsburg vielfach von den Fuggern geprägt, allerdings stellt die von Jakob Fugger, der auch Jakob der Reiche genannt wurde, 1521 als erste Sozialsiedlung der Welt gegründete Fuggerei mit ihrer hinreißend beschaulichen Architektur und ihrem exzellenten Erhaltungszustand ein besonders Highlight eines jeden Stadtbesuchs dar. Daneben bieten natürlich auch Museen wie das Kunstmuseum Walter mit seiner umfassenden Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die Staatsgalerie Moderne Kunst, das H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, das Geburtshaus Bertolt Brechts sowie die im ehemaligen Heilig-Geist-Spital untergebrachte Augsburger Puppenkiste reiche Einblicke in die jüngere Geschichte und Kultur der Schwabenmetropole mit ihren beinahe 300.000 Einwohnern.

Wer sich nach etwas mehr Ruhe bei gleichbleibend hohem kulturellen Anspruch sehnt, der mag sich gleich in drei Richtungen aus Augsburg bewegen: Im Südosten liegt das beschauliche Schloss und Gut Mergenthau, das mit einem gerade für Familienausflüge wunderbaren Programm aufwartet: Der 2006 eröffneten Hiasl-Erlebniswelt, in der das Leben des deutschen Robin Hood, des Räuberhauptmanns Matthias Klostermayr nachgezeichnet wird. In nordöstlicher Richtung von Augsburg aus gesehen liegt das kleine Dorf Unterwittelsbach mit seinem herrlichen Wasserschloss, das der Lieblingsrückzugsort von Herzog Max in Bayern und seiner Familie war und als Sisi-Schloss bis heute internationale Aufmerksamkeit erregt.

GanghoferGen Westen mag man sich auf die Spuren des Heimatschriftstellers Ludwig Ganghofer (www.ganghofer-welden.de) begeben und so nicht nur einen Einblick in die Seele eines großen Künstlers, der bayerischen Schwaben, sondern auch das Augsburger Land und die herrlich-satten Wälder und Landschaften des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder (www.naturpark-augsburg.de) erhalten, der sich auf wunderbaren (Rad-)Wanderpfaden im Geiste Ganghofers erkunden lässt.

Ulm im Osten

Auf der östlichen Seite Bayerisch-Schwabens liegt Ulm (www.tourismus.ulm.de), das mit seinen gut 100.000 Einwohnern beinahe so geschichts- und kulturreich ist wie Augsburg. Neben diversen kleineren Museen und Bühnen, ist vor allem das gotische Münster Ulms, dessen Kirchturm mit 161,53 Metern der höchste der Welt ist, einen Ausflug wert. Und wer bereits in Ulm ist, sollte auf jeden Fall einen südlichen Abstecher ins beschauliche Illertissen machen, das von dem beeindruckenden Vöhlinschloss überragt wird, das neben einem bodenständigen Heimatmuseum auch einen gerade für Kinder lohnenswertes Bienenmuseum beherbergt.

Illertissen Schloss

Radwanderwege

Was nun schon immer wieder angeklungen ist: Bayerisch-Schwaben ist mit seinen vielen kleinen und großen Flusstälern, seinen malerischen Ortschaften und lebhaften Städten nicht nur eine tolle Destination für Städtereisende, sondern auch ein absolutes Paradies für Radfahrer und bietet ein wunderbar ausgebautes Radwandernetz. Ob etwa auf der Krater zu Krater-Tour im Nördlinger Ries, auf der altrömischen Via Claudia Augusta, der Augsburger Stadttour oder dem Iller Radweg, die Region wartet mit der passenden Route für jeden Geschmack auf. Der absolute Klassiker unter den Radwanderwegen in Bayerisch-Schwaben aber ist natürlich der mit herrlichen Panoramen beschenkte Donau-Radweg von Donauwörth nach Ulm, auf dem sich dieser von Gott geküsste Flecken Erde in diagonaler Durchquerung bestens erkunden lässt.